Deskur, Józef Marian

Der Maler mit Frau und Sohn, um 1905
Der Maler mit Frau und Sohn, um 1905

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Józef Marian Deskur (1861-1915), polnischer Zeichner, Illustrator und Maler, Mitglied der „Münchner Schule“.

1880-83 Student der Akademie der Bildenden Künste München.

Deskur, Józef Marian (Josef Maria Ritter von Deskur), polnischer Zeichner, Illustrator und Maler, Mitglied der „Münchner Schule“. 1880-83 Student der Akademie der Bildenden Künste in München. *20.2.1861 Warschau, †9.10.1915 im Sanatorium bei Graz. Sohn des Rittergutsbesitzers und Teilnehmers am Januaraufstand 1863, Andrzej Deskur (1825-1903) in Sancygniów bei Pińczów. Abitur auf dem St.-Annen-Gymnasium in Krakau, anschließend Studium der Philosophie in Prag und Besuch der Zeichenschule bei František Čermák (1822-1884). Am 20.10.1880 Eintritt in die Antikenklasse der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München, Studium bei Gabriel Hackl (1843-1926), Alois Gabl (1845-1893) und Wilhelm Lindenschmit (1829-95) sowie an den privaten Malschulen von Bruno Piglhein (1848-1894) und Fritz von Uhde (1848-1911). 1883 geht er nach Paris und studiert an der Académie Julian bei Jules Joseph Lefebvre (1834-1912) und Gustave Boulanger (1824-1888). 1889 bittet ihn der Vater nach Hause zurückzukehren. Seitdem lebt er auf dem Herrenhauss Deskur/Pałac Deskurów in Sancygniów. – Bekannt wird D. durch seine Illustrationen für die „Märchen aus 1001 Nacht“, 1896-1906 ausgeführt auf 20 Kartons in Tusche und Aquarell in orientalistischem Stil. Daneben zeichnet er vor allem phantastisch-symbolistische, exotische, antike und Genremotive, malt aber auch mit Ölfarben. Für das eigene Herrenhaus entwirft er Dekorationen und Möbel. D. hat seine Werke niemals verkauft. Ein Teil des Nachlasses ging zum Kriegsende 1945 verloren; ein größeres Konvolut gelangte in das Nationalmuseum Kielce/Muzeum Narodowe w Kielcach. Weitere Werke befinden sich in den Nationalmuseen von Krakau, Posen/Poznań und Warschau sowie im Sienkiewicz-Museum in Oblęgork/Muzeum Henryka Sienkiewicza w Oblęgorku.

 

Einzelausstellung: 1973 Warschau, Galerie Ruch / 2001 Kielce, Nationalmuseum/Muzeum Narodowe w Kielcach

Literatur: Halina Stępień/Maria Liczbińska: Artyści polscy w środowisku monachijskim w latach 1828-1914. Materiały źródłowe, Warschau 1994, S. 13, 34; Saur Allgemeines Künstlerlexikon, Band 26, München/Leipzig 2000, S. 383;       Małgorzata Gorzelak: Józef Deskur (1861-1915). Artysta i ziemianin z Sancygniowa k. Pińczowa, in: Rocznik Muzeum Narodowego w Kielcach, Band 20, Kielce 2000, S. 131-148; Małgorzata Gorzelak: Józef Deskur (1861-1915). Fantazji tysiąć i jedna, Muzeum Narodowe w Kielcach, Kielce 2001

Online: Matrikeldatenbank, Matrikelbuch 2, Akademie der Bildenden Künste München, 03878 Josef Maria, Ritter von Deskur, http://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1841-1884/jahr_1880/matrikel-03878

Stammbaum, http://www.sejm-wielki.pl/b/4.381.50

Zur Ausstellung 2001/02: Dziennik Polski, http://www.dziennikpolski24.pl/artykul/2116028,artysta-zapomniany,id,t.html

 

Axel Feuß

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