Jezierski, Antoni

Szene in der Kirche (Kommunion in einer orthodoxen Kirche)/Scena w kościele (Komunia w cerkwi), undatiert. Öl auf Leinwand, 45,5 x 38 cm
Szene in der Kirche (Kommunion in einer orthodoxen Kirche)/Scena w kościele (Komunia w cerkwi), undatiert. Öl auf Leinwand, 45,5 x 38 cm

Info

Antoni Jezierski (1859-1939), polnischer Maler, Mitglied der „Münchner Schule“. 1890/91 Student der Akademie der Bildenden Künste München.

Jezierski, Antoni, polnischer Maler, Mitglied der „Münchner Schule“. 1890/91 Student der Akademie der Bildenden Künste München. *22.5.1859 Ihrowica (heute Ihrowyzja/Ukraine) bei Ternopil, †9.1.1939 Lwów (heute Lviv). Er beginnt sein Studium an der Kunstakademie in Lemberg (heute Lviv), die er 1876 abschließt. 1878-82 und 1884-87 studiert er an der Schule für Zeichnung und Malerei/Szkoła Rysunku i Malarstwa in Krakau. Dank eines Stipendiums kann er nach Italien reisen, kopiert dort Gemälde und Fresken und hält sich auf dem Rückweg in Wien auf. Mithilfe eines weiteren Stipendiums geht er nach München. Am 20.10.1890 Eintritt in die Malschule des Historienmalers Sándor (Alexander von) Wagner (1838-1919) an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München. Nach seiner Rückkehr 1891 lässt er sich in Podolien nieder und lebte 1891/92 in Zbaraż (heute Sbarasch/Ukraine), 1892/93 in Żerebki, 1894-99 in Sieniawa bei Rzeszów, 1899-1902 und 1905 in Załuźe bei Zbaraż und ist anschließend in Kołomyja (heute Kolomyja/Ukraine) ansässig. – In seiner frühen Zeit malt J. Historienbilder unter dem Einfluss des führenden Lehrers an der Krakauer Kunstschule, Jan Matejko (1838-1893). Weiter entstehen Porträts und Genrebilder aus dem bäuerlichen und kirchlichen Leben (siehe Titelbild). Seit der Münchner Zeit befreit er sich von Matejkos Einfluss und findet zu seinem eigenen Stil. Charakteristisch dafür sind eine sorgfältige Zeichnung, Detailfülle und ein gelegentlich an Karikatur grenzender Realismus bei der Schilderung einfacher Leute. Religiöse Darstellungen schafft er für die Kirchen in Zbaraż und Podwołoczyska (heute Pidwolotschysk/Ukraine).

Ausstellungen: 1884-94 Krakau, 1902/03 Lemberg: Gesellschaft der Freunde der Schönen Künste/Towarzystwo Przyjaciół Sztuk Pięknych

 

Literatur: Halina Stępień/Maria Liczbińska: Artyści polscy w środowisku monachijskim w latach 1828-1914. Materiały źródłowe, Warschau 1994, Seite 17, 43; Słownik Artystów Polskich i Obcych w Polsce Działających (zmarłych przed 1966 r.), Warschau 2003; Zbigniew Fałtynowicz/Eliza Ptaszyńska: Malarze polscy w Monachium/Polnische Maler in München, Ausstellungs-Katalog Muzeum Okre̜gowe w Suwałkach, Suwałki 2005, Seite 83

 

Online: Matrikeldatenbank, Matrikelbuch 3, Akademie der Bildenden Künste München, 00733 Anton Jezierski, http://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1884-1920/jahr_1890/matrikel-00733

Biografie im Internet Archiv, (Auktionshaus Ostoya/Dom aukcyjny Ostoya, Warschau, 2013/14), http://web.archive.org/web/20131230232627/http://www.ostoya.pl/index.php/oferta/item/3-malarstwo/3390-37-antoni-jezierski.html (beide aufgerufen am 24.1.2018)

 

Axel Feuß

Mediathek zum Thema

Bilder

Teilen

Szene in der Kirche (Kommunion in einer orthodoxen Kirche)/Scena w kościele (Komunia w cerkwi), undatiert
Szene in der Kirche (Kommunion in einer orthodoxen Kirche)/Scena w kościele (Komunia w cerkwi), undatiert
Szene in der Kirche (Kommunion in einer orthodoxen Kirche)/Scena w kościele (Komunia w cerkwi), undatiert. Öl auf Leinwand, 45,5 x 38 cm, im Auktionshandel (Auktionshaus Ostoya/Dom aukcyjny Ostoya, Warschau, 2013/14).