Piątkowski, Henryk

Porträt Maksymilian Gierymski/Portret Maksymiliana Gierymskiego, 1890-1900. Öl in Schwarz und Weiß auf Leinwand (posthum vermutlich nach einer Fotografie gemalt), 56,5 x 45 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie
Porträt Maksymilian Gierymski/Portret Maksymiliana Gierymskiego, 1890-1900. Öl in Schwarz und Weiß auf Leinwand (posthum vermutlich nach einer Fotografie gemalt), 56,5 x 45 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie

 Ab 1889 in Warschau ansässig, wo er die Zeitschrift Świat Artystyczny mitbegründet und in deren Redaktion er mitarbeitet. – P.s mehrere Hundert Ölgemälde umfassendes Werk wird zum Großteil während des Zweiten Weltkriegs in Warschau zerstört. Während seiner Studienzeit in Warschau und München malt er figürliche Szenen und Volkstypen in realistischem Stil („Ukrainische Hirtin“, 1875). In Paris zeigt er Salonbilder („Dame mit Papagei“, 1876) und monumentale Historiengemälde, darunter eine 7 Meter lange Szene „Bestrafung einer Ehebrecherin in der Ukraine im 18. Jahrhundert“ (1879), die vom Impressionismus und beginnenden Symbolismus beeinflusst sind. Die Kritik sieht Naturalismus und Realismus nach dem Vorbild von Gustave Courbet (1819-1877) unter Hinzufügung dramatischer Elemente („Salomé mit dem Haupt des Heiligen Johannes“). Nach Rückkehr in die Ukraine malt er Genreszenen („Rückkehr von der Taufe“/„Powrót z chrzcin“, 1880, Nationalmuseum Warschau), dramatische französische Historien („General Roche in der Vendée“), Bildnisse lokaler Gutsherren sowie Landschaften („In der Umgebung von Odessa“, um 1890). In Warschau dominieren ab 1889 Porträts sowie Altargemälde für Kirchen auf dem Land. Immer wieder malt er teils anstößige Salonszenen („Drama im Hotel“, 1890). Ab 1900 entstehen vorwiegend Landschaftsbilder, ab 1903 lässt die Schaffenskraft nach. Außerdem schafft er Illustrationen für Kinderbücher, für Romane von Adolf Dygasiński und Maria Rodziewiczówna sowie für Zeitschriften (Biesiada LiterackaKłosyTygodnik IlustrowanyWędrowiecKurier Codzienny), außerdem Gebrauchskunst, darunter Postkarten und dekorative Malereien. Als Kunstsammler trägt er in seinen Privaträumen ein Museum des polnischen Realismus mit 1.920 Werken von 91 Künstlern zusammen. Ab der Jahrhundertwende profiliert er sich in Hunderten von Presseartikeln als Kunstkritiker, der Realismus und Impressionismus propagiert. In Monographien über Künstlerkollegen wie Maksymilian Gierymski, Władysław Podkowiński (beide 1896) oder Władysław Czachórski (1929) lässt er seine umfassenden Kenntnisse über die zeitgenössische Kunstszene, aber auch Kritik einfließen. Werke befinden sich unter anderem in den Nationalmuseen von Warschau und Krakau, im Kunstmuseum Łódź/Muzeum Sztuki w Łodzi und in der Nationalen Kunstgalerie Lviv.

Mediathek Sorted

Mediathek
  • Porträt Maksymilian Gierymski/Portret Maksymiliana Gierymskiego, 1890-1900

    Porträt Maksymilian Gierymski/Portret Maksymiliana Gierymskiego, 1890-1900. Öl in Schwarz und Weiß auf Leinwand (posthum vermutlich nach einer Fotografie gemalt), 56,5 x 45 cm