Pułaski, Kazimierz

Porträt Wojciech Pułaski, Bruder des Künstlers/Portret Wojciecha Pułaskiego, brata artysty, 1896. Öl auf Leinwand, 41 x 31 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie, Inv. Nr. MP 4008 MNW
Porträt Wojciech Pułaski, Bruder des Künstlers/Portret Wojciecha Pułaskiego, brata artysty, 1896. Öl auf Leinwand, 41 x 31 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie, Inv. Nr. MP 4008 MNW

Pułaski, Kazimierz (Kasimir von Pulaski), polnischer Maler, Mitglied der „Münchner Schule“. Etwa 1889-94 Studium und künstlerische Tätigkeit in München. 1895/96 arbeitet er im Atelier seines Cousins Wojciech Kossak in Berlin und ist an der Ausführung des Panoramas „Napoleons Überfahrt über die Beresina 1812“ unter der Leitung von Kossak und Julian Fałat beteiligt. Mehrfach besucht er den polnischen Maler Józef Brandt in München. *6.12.1861 Siąszyce bei Konin, †14.1.1947 Krakau. Vetter des Malers Wojciech Kossak (1856-1942, Mitglied der „Münchner Schule“). Während seiner Kindheit lebt er einige Zeit im Herrenhaus der Familie Kossak/Dworek Kossakówka im Krakauer Stadtteil Nowy Świat. Zunächst studiert er Architektur am Polytechnikum in Riga und dient dann in der Armee. Um 1889/90 beginnt er ein Studium der Malerei in München, wo auch Kossak 1873-76 studiert hat. Um 1893 porträtiert ihn der Münchner Fotograf Carl Teufel (1845-1912) in seinem mit Teppichen, Waffen und Pferdegeschirr ausgestatten Atelier inmitten zahlreicher professionell ausgeführter Zeichnungen und Gemälde. Atelier und Wohnung hat er in München in der Heßstraße 37. 1895 geht er nach Berlin und arbeitet im Atelier von Kossak. Dort ist er bis zum Folgejahr unter der Leitung von Kossak und Julian Fałat (1853-1929, Mitglied der „Münchner Schule“) und gemeinsam mit den Malern Michał Gorstkin Wywiórski (1861-1926, Mitglied der „Münchner Schule“) und Jan Stanisławski (1860-1907) an der Ausführung des Panoramas „Napoleons Überfahrt über die Beresina 1812“ (zerstört, Fragmente im Schlossmuseum Liw/Muzeum Zbrojownia na Zamku w Liwie) beteiligt. Mit Kossak und Wywiórski reist er nach Litauen, „um die Ufer der Beresina kennen zu lernen“ (Kossak 1913, S. 93 f.), unterstützt Kossak bei der Ausführung von Figuren und empfängt während der Entstehung des Panoramas gemeinsam mit Kossak und Wywiórski Kaiser Wilhelm II. und die höfische Gesellschaft Berlins im neu errichteten Panorama-Gebäude in der Herwarthstraße. 1900/01 arbeitet er an dem von Kossak und Wywiórski ausgeführten und zur Ausstellung in Warschau vorgesehenen Panorama „Schlacht bei den Pyramiden“ mit. Zwischen 1919 und 1939 arbeitet er als Assistent von Kossak in Warschau an der Ausführung von Porträts, unter anderem nach Fotografien. Ab 1927 ist er Mitglied der Warschauer Gesellschaft zur Förderung der Schönen Künste/Towarzystwo Zachęty Sztuk Pięknych. 1941 zieht er nach Krakau. – In seiner eigenen Malerei orientiert sich P. an den Kriegs- und Militärszenen von Kossak mit der Darstellung von reitenden Husaren, Ulanen, Kürassieren, Aufklärern, Militärposten, Angreifern und kleineren Scharmützeln. Weiter malt er Pferdebilder, Jagdszenen, Landschaften und Porträts. Werke befinden sich im Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie.