Thomas Godoj

Thomas Godoj und Band im September 2015 beim Drehen des Musikvideos „Vermisst du nicht irgendwas“ in der Ausstellung „Vernetzungen“ von Danuta Karsten (mit Dirk Hupe), Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Scherlebeck in Herten.
Thomas Godoj und Band im September 2015 beim Drehen des Musikvideos „Vermisst du nicht irgendwas“ in der Ausstellung „Vernetzungen“ von Danuta Karsten (mit Dirk Hupe), Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Scherlebeck in Herten.

Für das zuletzt produzierte Akustik-Album „V’stärker aus“ wurden neben Akustik-Gitarre, Bass, Jazz-Drumset und Percussion-Instrumenten auch Flügel, Cello und Geige eingespielt. Neben Swing finden sich auf dem Album auch Elemente aus Reggae und Ska, Latin, Rockabilly, Country, Rhythm and Blues und sogar gechilltem Hip-Hop. Die Kritik hat die neuen Arrangements honoriert. „Ich höre hier einen Musiker mit einem selten so wahrgenommenen Einfühlungsvermögen“, schreibt Thomas Becker auf dem Portal powermetal.de, „einer Fähigkeit, den Hörer mit intelligenten und nachdenklichen Texten zu den großen und kleinen Themen, die uns alle täglich bewegen, zur erreichen und zum richtigen Zeitpunkt sogar tief zu berühren.“ Die Tour zum Album startete am 9. Oktober 2015 in der Kölner Kulturkirche, führte unter anderem über die Christuskirche Bochum, den Stage Club in Hamburg, die Jim+Jimmi Erlebnisarena in Hildesheim, das Stadttheater in Glauchau, das Leipziger Kulturzentrum Moritzbastei und zuletzt das Kulturzentrum Lindenpark in Potsdam und umfasste bis zum 19. Februar 2016 dreiundzwanzig Konzerte und vor allem Orte, die nach ihrer besonderen Atmosphäre ausgesucht worden waren.

Thomas Godoj führt ein bodenständiges Leben und hat mit Jennifer Opitz zwei Kinder. Liest man die Facebook-Einträge aus den letzten Jahren, so sind seine Fans offensichtlich genauso so freundlich und bodenständig wie er selbst. „Hoi, du bisch de beste sänger, chasch mich als freund annehmen, ich heisse varnan“, schreibt ein aus Sri Lanka stammender Fan in Zürcher Dialekt. Exklusiv für seine Facebook-Fans hat Godoj 2015 ein Video zu seinem Lied „Vermisst du nicht irgendwas“ aus dem Album „V’stärker aus“ produziert, das ausschließlich auf der Plattform des sozialen Netzwerks zu sehen ist. Gedreht wurde es in der Ausstellung „Vernetzungen“ der ebenfalls aus Polen stammenden und in Recklinghausen lebenden Bildhauerin Danuta Karsten (zusammen mit Dirk Hupe), der auf Porta Polonica eine umfangreiche Online-Ausstellung gewidmet ist. Godoj war über das Internet auf die Installation der Künstlerin in der Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Scherlebeck in Herten aufmerksam geworden. Beide Künstler waren sich sympathisch. Das so entstandene Musikvideo besticht durch die gemeinsame Atmosphäre der beim Drehen vollkommen gleichrangig behandelten spindelförmigen „Lichtfallen“ von Danuta Karsten und der Performance von Thomas Godoj und seiner Band. Es wurde auf Facebook bislang 148.922-mal aufgerufen.

Godoj tritt seit jeher neben seinen Konzerten und Tourneen auch anderweitig öffentlich in Erscheinung. 2008 trat er in der Essener Grugahalle auf dem polnischen Festival Koncert Gwiazd (Konzert der Stars) zusammen mit „Legenden“ der polnischen Musikszene wie den Rockbands Kombii, Oddział Zamknięty und de Mono auf. Dort verlieh ihm das in Dortmund erscheinende polnischsprachige Magazin Samo Życie den Preis „Journalia 2008“ für seinen Beitrag zur deutsch-polnischen Völkerverständigung. 2009 erhielt er den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie „Bester Newcomer National“ und nahm zusammen mit der deutschen U21-Fußball-Nationalmannschaft das Lied „Helden gesucht“ als Song für die Europameisterschaft auf. 2010 trat er zusammen mit der Neuen Philharmonie Westfalen im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen anlässlich eines Benefizkonzertes zugunsten der Kindernothilfe auf, deren Botschafter er seitdem ist. 2011 drehte er über den Dächern Berlins das Musikvideo zu dem Lied „Dächer einer ganzen Stadt“, 2013 zusammen mit dem Youtuber Alexander Böhm das Video zu „Männer sind so“. Die Veröffentlichung des gleichnamigen Studioalbums führte zur Zusammenarbeit mit dem Hamburger Carlsen-Verlag, der das von Godoj verfasste humoristische Buch „Männer sind so“ herausbrachte. In den Rollen verschiedener Männertypen beantwortet er einhundertzwanzig Fragen, die sich Frauen im Zusammenhang mit Männern schon immer gestellt haben. 2016 steht die Kampagne für das neue Album im Mittelpunkt, bei dem, wie Godoj auf dem Werbevideo sagt, „Crowdrock“ durch „Krautfunding“ (und nicht etwa umgekehrt) finanziert wird.

Axel Feuß

 

Quellen:

Zur Biographie von Thomas Godoj ebenso wie zu allen Alben gibt es umfangreiche sorgfältig recherchierte und belegte Wikipedia-Artikel. Neben Interviews auf youtube finden sich im weltweiten Netz die Webseite und die Facebook-Seite des Künstlers sowie zahlreiche Fanseiten und Internetforen. Die Presseabteilung von Thomas Godoj stellte Texte und Fotos zur Verfügung.