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Kosmopolen in Bochum: Europäische Kultur mit polnischem Akzent aus dem Ruhrgebiet

Ad van Rijsewijk und Emanuela Danielewicz in Duisburg, 2012
Ad van Rijsewijk und Emanuela Danielewicz in Duisburg, 2012

Mit Festival zur Industriekultur

Im Jahr nach der Gründung präsentierten sich der Verein direkt mit einem Knall. Das Kosmopolen-Festival im Februar/März 2009 offenbarte direkt die volle Bandbreite des Vereins. Im Stanzwerk in Bochum-Sundern lasen die Bochumerin Ksymena Woka sowie der Performance-Literat Wojciech Stamm aus ihren Werken. Für Musik sorgten der polnische Jazz-Kontrabassist Vitold Rek mit seiner Band EastWestWind und die Band Disguise von Katrin Mickiewicz aus Essen, die in den eigenen Kompositionen polnische und bulgarische Elemente mixte. Gemälde und Fotografien u. a. von Krzysztof Gruse an den Wänden rundeten das Programm ab. Nur kurze Zeit später wurde das Stanzwerk Teil der Route Industriekultur. Zufall?

Es folgten viele weitere Veranstaltungen, die das kreative Potenzial etablierter und aufstrebender Nicht-nur-Polen präsentierten. Emanuela Danielewicz betont in Interviews immer wieder, dass sie Talente erkennt und, wo es geht, fördern wolle. Viele der Aktionen stellen Konzepte dar, die mit festem oder wechselndem Ensemble wiederholt werden können. Dazu zählt auch „Remember“ – ein Konzert/Lesungsabend zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. 2011 spielten zu diesem Anlass die Band Kroke und lasen Joanna Stanecka und Frank Wickermann in der Bochumer Christuskirche.

Eine besondere Verbindung hatte die Kooperative unter anderem zum LWL-Industriemuseum Zeche Hannover im Bochumer Stadtteil Hordel an der Grenze zu Herne-Eickel. 2011 fand dort das multi-disziplinäre Festival „Ein Mehr sehen“ statt, ein Beitrag zum Polen-NRW-Jahr 2011/2012. Die Ausstellungen des Museums widmen sich schwerpunktmäßig dem Thema Zuwanderung. Auch Kosmopolen haben sich dieses Gegenstandes angenommen und wieder gab es ein Musik und Lesungen mit vielen Akteur*innen. Der Titel dieses Aktionswochenendes, „Ein Mehr sehen“, bezieht sich darauf, dass die Pol*innen in Deutschland, anders als viele andere Migrantengruppen, stets eher unauffällig blieben. Doch Kosmopolen ging es ja eben um das Sichtbarmachen all dieser Einflüsse. Schließlich honorierte der Historiker und Leiter des Museums Zeche Hannover, Dietmar Osses, die Aktionen der Initiative mit einem Vortrag unter dem Titel „Von Ruhrpolen zu Kosmopolen“. Darin zeigt er diesen Wandel in der Außenwahrnehmung auf: Gestern waren Polen die unsichtbaren Malocher, heute sind sie auf allen Bühnen sicht- und hörbar.

Dass die Initiative für alle Veranstaltungen nicht vom Verein selbst ausgegangen ist, sondern auf Anregung und Einladung von außen stattfanden, zeugt von der guten Vernetzung der Vereinsmitglieder. Vernetzung ist ja auch Verbindung, ist Sichtbarkeit. Gleichzeitig zeigt dieser Umstand auch, dass die Kosmopolen-Events beliebt waren und immer noch sind. Die Kasienki – das sind Katrin Mickiewicz, Kasia Bortnik und Benjamin Garcia – können den Kindern im Publikum bei den Weihnachtskonzerten „Kasienki & Kolędy“ praktisch beim Wachsen zusehen, denn sie kommen jedes Jahr gerne wieder.

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  • Der erste Vorstand des Vereins Kosmopolen e. V., 2008.

    Erster Vorstand, 2008

    Der erste Vorstand des Vereins Kosmopolen e. V., 2008.
  • Jazz in der Maschinenhalle der Zeche Hannover (LWL-Industriemuseum), 2012: Klaus Kugel, Mark Tokar und Robert Kusiolek.

    Jazz in der Maschinenhalle, 2012

    Jazz in der Maschinenhalle der Zeche Hannover (LWL-Industriemuseum), 2012: Klaus Kugel, Mark Tokar und Robert Kusiolek.
  • Ad van Rijsewijk und Emanuela Danielewicz in Duisburg, 2012.

    Ad van Rijsewijk und Emanuela Danielewicz in Duisburg, 2012

    Ad van Rijsewijk und Emanuela Danielewicz in Duisburg, 2012.
  • Kasia Bortnik Trio, 2012.

    Kasia Bortnik Trio, 2012

    Kasia Bortnik Trio, 2012.
  • Kasia Bortnik, 2012.

    Kasia Bortnik, 2012

    Kasia Bortnik, 2012.
  • Kasienki & Tuwim, 2012 Duisburg.

    Kasienki & Tuwim, 2012 Duisburg

    Kasienki & Tuwim, 2012 Duisburg.
  • Kasienki & Tuwim, 2012.

    Kasienki & Tuwim, 2012

    Kasienki & Tuwim, 2012.
  • Kosmopolen in EUforia, Bochum 2012.

    Kosmopolen in EUforia, Bochum 2012

    Kosmopolen in EUforia, Bochum 2012.
  • Kosmopolen in EUforia, Bochum 2012.

    Kosmopolen in EUforia, Bochum 2012

    Kosmopolen in EUforia, Bochum 2012.
  • Kosmopolen-Aktion im Künstlerhaus, Dortmund 2012.

    Kosmopolen-Aktion im Künstlerhaus, Dortmund 2012

    Kosmopolen-Aktion im Künstlerhaus, Dortmund 2012.
  • Kasienki & Tuwim-Plakat, 2013.

    Kasienki & Tuwim-Plakat, 2013

    Kasienki & Tuwim-Plakat, 2013.
  • "5 Jahre Kosmopolen"-Plakat, 2013.

    "5 Jahre Kosmopolen"-Plakat, 2013

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  • Artur Becker: Die Kunst der Übersetzung, Bochum 2013.

    Artur Becker: Die Kunst der Übersetzung, Bochum 2013

    Artur Becker: Die Kunst der Übersetzung, Bochum 2013.
  • Die Kosmopolen in 2013.

    Kosmopolen, 2013

    Die Kosmopolen in 2013.
  • Elena Chekanova, Plakat, 2014.

    Elena Chekanova, Plakat, 2014

    Elena Chekanova, Plakat, 2014.
  • Kasia Bortnik von "Kasienki & Tuwim", 2014.

    Kasia Bortnik, 2014

    Kasia Bortnik von "Kasienki & Tuwim", 2014.
  • Kasienki & Benjamin, Plakat, 2014.

    Kasienki & Benjamin, Plakat, 2014

    Kasienki & Benjamin, Plakat, 2014.
  • Katrin Mickiewicz von "Kasienki & Tuwim", Plakat, 2014.

    Katrin Mickiewicz von "Kasienki & Tuwim", Plakat, 2014

    Katrin Mickiewicz von "Kasienki & Tuwim", Plakat, 2014.
  • New Polish Tunes, Plakat, 2014.

    New Polish Tunes, Plakat, 2014

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  • Vitold Rek & John Tchichai – The Polish Folk Explosion

    Vitold Rek & John Tchichai – The Polish Folk Explosion

    Vitold Rek & John Tchichai – The Polish Folk Explosion
  • Polski Bluesrap, Plakat, 2015.

    Polski Bluesrap, Plakat, 2015

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  • Kroke, 2019.

    Kroke, 2019

    Kroke, 2019.