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Pilichowski, Leopold

Sukkot (Laubhüttenfest/Święto Szałasów), 1894/95. Öl auf Leinwand, 109,2 × 138,4 cm, Jewish Museum, New York
Sukkot (Laubhüttenfest/Święto Szałasów), 1894/95. Öl auf Leinwand, 109,2 × 138,4 cm, Jewish Museum, New York

Pilichowski, Leopold (Lejb), jüdisch-polnischer Maler, Mitglied der „Münchner Schule“. 1887-88 Student in München an der privaten Malschule von Simon Hollósy und an der Akademie der Bildenden Künste. *23.3.1869 Piła (Gemeinde Zadzim bei Łódź)/Piła (województwo łódzkie), †28.7.1933 London. Sohn eines Bauern (laut Münchner Matrikelbuch eines Kaufmanns aus Łódź). Ehemann der Malerin Lena Pillico (Pilichowska geb. Goldman; 1884-1947), Vater des Architekten Vivien Pilley (1907-1982). Mit finanzieller Unterstützung des mit ihm verwandten Malers Samuel Hirszenberg (1865-1908, Mitglied der „Münchner Schule“) und des Schriftstellers Dawid Fryszman/David Frischmann (1865-1922) studiert er ab ca. 1886 in der Warschauer Zeichenklasse/Klasie Rysunkowej bei Wojciech Gerson (1831-1901). 1887 geht er nach München und studiert bis 1888 an der privaten Malschule von Simon Hollósy. Am 18.4.1888 Eintritt in die Malschule des Genre- und Landschaftsmalers Otto Seitz (1846-1912) an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München. 1889-90 Studium in Paris an der Académie Julian bei Jean-Joseph Benjamin-Constant (1845-1902) und Fernand Cormon (1845-1924). Ab 1894 lebt er in Łódź, 1905 geht er nach Paris. Seit Beginn des Ersten Weltkriegs lebt er in London; Mitglied der Federation of Polish Jews in Great Britain, Vize-Präsident der Federation of Jewish Relief Organization, 1926-32 Vorsitzender der Ben Uri Literary and Art Society. 1909-10, 1912, 1924, 1925, 1927, 1931 Aufenthalte in Polen; Reisen in ganz Europa. 1925 längere Zeit in Palästina; 1928 in den USA. – In seinem Frühwerk schafft P. Porträtstudien, Landschaften und Stadtansichten mit besonderen Lichteffekten, widmet sich aber spätestens seit Mitte der 1890er-Jahre jüdischen Themen wie Szenen in Synagogen, religiösen Zeremonien (siehe Titelbild) und Bräuchen. Er thematisiert Leben und Not der jüdischen Bevölkerung („Färber“, 1900; „Lodzer Elend“, vor 1903), deren Heimatlosigkeit („Die Erschöpften“, um 1899; „Am Bahnhof“, vor 1901, Kunstmuseum Łódź/Muzeum Sztuki w Łodzi) und gegen Juden gerichtete Progrome. Mit dieser durchgängigen Thematik, die, nach eigener Aussage, der Welt ein Zeugnis der jüdischen Kultur geben soll, ähnelt er dem nur wenig älteren Hirszenberg, behandelt die Figurenszenen jedoch mit stärkerem Ausdruck und größerer Dramatik. Programmatische Werke („Freiheitsbaum“) oder ein großformatiges Gemälde zur „Eröffnung der Hebräischen Universität in Jerusalem“, 1925, dort ausgestellt) spiegeln sein Engagement in der zionistischen Bewegung. Porträts malt er von führenden Vertretern des Zionismus (Max Nordau, Nahum Sokolow, Chaim Weizmann, Theodor Herzl). Außerdem porträtiert er herausragende internationale Persönlichkeiten (Lord Arthur Balfour, Anatole France, Albert Einstein, Joseph Conrad) und malt elegante Damen der Pariser und Londoner Gesellschaft. Außer in Öl malt er auch in Pastell und schafft Radierungen. Werke befinden sich in den Nationalmuseen von Warschau und Krakau, im Kunstmuseum Łódź/Muzeum Sztuki w Łodzi, in Warschau im Jüdischen Historischen Institut/Żydowski Instytut Historyczny im. Emanuela Ringelbluma, der Ben Uri Gallery and Museum in London, in Israel im Mishkan Le’Omanut Kunstmuseum in Ein Harod, im Museum of Art in Tel Aviv und im Israel Museum in Jerusalem, in Paris in der Towarzystwo Historyczno-Literackie i Biblioteka Polska sowie in der Nationalen Kunstgalerie Lviv.

 

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  • Sukkot (Laubhüttenfest/Święto Szałasów), 1894/95

    Sukkot (Laubhüttenfest/Święto Szałasów), 1894/95

    Sukkot (Laubhüttenfest/Święto Szałasów), 1894/95. Öl auf Leinwand, 109,2 × 138,4 cm