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Kleczyński, Bohdan

Ruhende Kosaken, München 1882. Öl auf Holz, 49,5 x 73 cm
Ruhende Kosaken, München 1882. Öl auf Holz, 49,5 x 73 cm

Kleczyński (von Kleczynski), Bohdan (Bogdan), polnischer Maler, Gutsbesitzer und politischer Aktivist, Mitglied der „Münchner Schule“. Ab 1882 Student der Akademie der Bildenden Künste München. Bis 1888 in München künstlerisch tätig. *1851 Dubno/Wolhynien (heute Ukraine) oder 1852, †26.4.1920 Krakau. Nach Schulbesuch in Odessa und Krakau studiert er Wirtschaftswissenschaften an der Universität in Heidelberg. Anschließend besucht er die Warschauer Zeichenklasse/Klasa Rysunkowa bei Wojciech Gerson (1831-1901). 1880 geht er zum Studium nach Florenz und noch im selben Jahr nach München. Am 3.11.1880 Eintritt in die Naturklasse an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München. Gleichzeitig nimmt er Privatunterricht im Atelier des polnischen Malers Józef Brandt (1841-1915, Mitglied der „Münchner Schule“). 1888 siedelt er sich in dem Dorf Zielony Róg im Bezirk Humań (heute Zelenyi Rih im Bezirk Uman/Ukraine), im darauffolgenden Jahr auf seinem Grundbesitz in Knyszkowice in Podolien (heute Ukraine) an, um dort Pferdezucht zu betreiben. 1916 lässt er sich in Krakau nieder. – K. malt vor allem Genre- und Jagdszenen, die in den Dörfern und Steppen der Ukraine angesiedelt sind. Nach dem Vorbild seiner älteren Malerkollegen Józef Brandt, Juliusz Kossak (1824-1899), Alfred Wierusz-Kowalski (1849-1915) und Józef Chełmoński (1849-1914, alle Mitglieder der „Münchner Schule“) sind Pferde seine bevorzugten Motive, mit Reitern, rastenden Kosaken, bei Jagden und Schlittenfahrten, bei Wolfsattacken, vor der Taverne, am Brunnen, bei der Wache und beim Probereiten. Seine farbenfrohen Szenen sind glatter als die der anderen in München tätigen polnischen Maler ausgeführt. Außerdem malt er Landschaften aus den genannten Regionen. Heute sind ausschließlich Werke aus der Münchner Zeit bekannt, die K. zu ihrer Entstehungszeit häufig in die USA und nach England verkaufte. In der Ukraine entstandene Werke aus späteren Jahren sind offenbar im Ersten Weltkrieg verloren gegangen. Werke in Museumsbesitz sind nicht bekannt.

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  • Ruhende Kosaken, München 1882

    Ruhende Kosaken, München 1882. Öl auf Holz, 49,5 x 73 cm, im Auktionshandel (Sotheby’s, London, 2010).