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Maszyński, Julian

Selbstporträt/Autoportret, 1898. Öl auf Leinwand, 78,5 x 62,5 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie
Selbstporträt/Autoportret, 1898. Öl auf Leinwand, 78,5 x 62,5 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie

Maszyński, Julian, polnischer Maler, Zeichner und Illustrator, Mitglied der „Münchner Schule“. 1871-73 Student der Akademie der Bildenden Künste München, vermutlich bis 1874 in München ansässig. 1896 verbringt er die Sommermonate auf Norderney. *19.4.1847 Warschau, †14.2.1901 ebenda. Sohn des Beamten und Offiziers des Novemberaufstands Piotr Maszyński (um 1807-1858) und dessen Ehefrau Emma Ewa Bielińska z Bielin h. Szeliga (um 1822-1879). 1865-69 studiert er an der Fakultät für Mathematik und Physik an der bis 1869 bestehenden Warschauer Universität Szkoła Główna Warszawska; gleichzeitig nimmt er privaten Malunterricht bei Wojciech Gerson (1831-1901) und gilt als dessen Lieblingsschüler. Am 31.10.1871 Eintritt in die Naturklasse der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München, Studium bis 1873 bei Hermann Anschütz (1802-1880), Karl Theodor von Piloty (1826-1886), Alexander Strähuber (1814-1882) und Sandór (Alexander von) Wagner (1838-1919); 1872 Bronzemedaille für Zeichenstudien. Er verkehrt im Kreis der polnischen Malerkolonie in München und ist unter anderem mit Józef Chełmoński (1849-1914), Adam Chmielowski (1845-1916) und Stanisław Witkiewicz (1851-1915, alle Mitglieder der „Münchner Schule“) befreundet. 1874 kehrt er nach Warschau zurück. Er bleibt den genannten Künstlern, die ein gemeinsames Atelier im Hotel Europejski unterhalten, verbunden und malt gelegentlich selbst dort. 1876 reist er nach Paris und malt im Atelier des polnischen Malers Jan Rosen (1854-1936, Mitglied der „Münchner Schule“). Anschließend lässt er sich dauerhaft in Warschau nieder und wird einer der populärsten Mitglieder der dortigen Künstlerszene. Ab 1881 Mitglied, 1883 stellvertretender Vorsitzender im Komitee der Gesellschaft zur Förderung der Schönen Künste/Towarzystwo Zachęty Sztuk Pięknych. 1899 Mitgründer der Künstlervereinigung der Maler, Bildhauer und Architekten/Zjednoczenie Artyści Malarze, Rzeźbiarze i Architekci, die sich auf dekorative und religiöse Kunst spezialisiert. In seinem Atelier unterrichtet er Malschüler. Durch Heirat mit Stanisława Koskowska, Schwester der Pianistin Ewa K. und Schwägerin des Malers, Dichters und Komponisten Miłosz Kotarbiński (1854-1944), mit dem M. eng befreundet ist, fällt ihm der Besitz von Mokra Wieś nordöstlich von Radzymin (heute Mokra Wieś województwo mazowieckie) zu, wo er seitdem die Sommermonate verbringt. 1891 ist dort der Maler Władysław Podkowiński (1866-1895) zu Gast.

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  • Selbstporträt/Autoportret, 1898

    Selbstporträt/Autoportret, 1898

    Selbstporträt/Autoportret, 1898. Öl auf Leinwand, 78,5 x 62,5 cm