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Laurans, Michał du

Selbstporträt/Autoportret, Ende 19. Jahrhundert
Selbstporträt/Autoportret, Ende 19. Jahrhundert. Öl auf Leinwand, 126 x 90 cm, Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie

Laurans, Michał du, polnischer Maler, Mitglied der „Münchner Schule“. Ab 1897 studiert er in München an der Akademie der Bildenden Künste und an der privaten Malschule von Simon Hollósy. *18.3.1873 Warschau, †9.1.1958 Płock. Sohn eines Beamten und Befehlshabers einer Einheit von Aufständischen während des Januaraufstands 1863/64. Ersten künstlerischen Unterricht erhält er in der Warschauer Zeichenklasse/Klasie Rysunkowej bei Wojciech Gerson (1831-1901). 1895 geht er nach Madrid, wo er im Prado nach Diego Velazquez kopiert. Am 29.10.1897 Eintritt in die Malschule des Genre-, Historien-, Akt- und Porträtmalers Carl von Marr (1858-1936) an der Königlichen Akademie der Bildenden Künstein München. Gleichzeitig studiert er an der privaten Malschule von Simon Hollósy. 1899 geht er nach Paris und setzt sein Studium an der Académie Julian fort. Während der gesamten Studienzeit hält er den Kontakt zur Heimat und beschickt laufend Ausstellungen in Warschau. Reisen führen ihn durch ganz Europa; Aufenthalte in Dresden, Köln, Düsseldorf, Wien, Budapest, Russland. In London nimmt er Malunterricht bei dem Symbolisten, Jugendstil- und Porträtmaler James Abbott McNeill Whistler (1834-1903). Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und mit der Unabhängigkeit Polens kehrt er nach Warschau zurück. Während des deutschen Angriffs auf Warschau im September 1939 werden das Atelier und ein Teil des künstlerischen Werks zerstört. L. zieht daraufhin nach Płock, wo er als Kustos des Domschatzes und der Zieliński-Bibliothek der wissenschaftlichen Gesellschaft von Płock/Biblioteka im. Zielińskich Towarzystwa Naukowego Płockiego arbeitet. Im Februar 1941 wird er von den Deutschen verhaftet und zusammen mit seiner Frau Wiktoria bis zum September des Jahres im Konzentrationslager Soldau/Działdowo festgehalten. 1945 wird er zum Kurator des Diözesanmuseums von Płock/Muzeum Diecezjalne w Płocku ernannt. Aufgrund seiner deutschen Sprachkenntnisse und einer geschickten Verhandlungstaktik gelingt es ihm, die Sammlungen des Domschatzes, des Diözesanmuseums und der Zieliński-Bibliothek vor Plünderungen durch die Deutschen zu retten. – L. ist an allen Stationen seines Lebens, auch während seiner weitläufigen Reisen, als Porträtmaler tätig, der vorwiegend dunkeltonig und in realistischem Stil arbeitet. Werke befinden sich im Nationalmuseum Warschau/Muzeum Narodowe w Warszawie und im Masowischen Museum in Płock/Muzeum Mazowieckie w Płocku.

 

Ausstellungen: 1894-1937 Warschau, Gesellschaft zur Förderung der Schönen Künste/Towarzystwo Zachęty Sztuk Pięknych; Salon Krywult; Kunstsalon Kulikowski

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