Skórzewski, Leon Fryderyk Walenty hrabia Drogosław

Leon Fryderyk Walenty hrabia Drogosław Skórzewski (1845-1903). Polnischer Herrschaftsbesitzer, ab 1871 mehrfach Reichstagsabgeordneter des Deutschen Kaiserreichs. Plakette vom Grabmal, 1903
Leon Fryderyk Walenty hrabia Drogosław Skórzewski (1845-1903). Polnischer Herrschaftsbesitzer, ab 1871 mehrfach Reichstagsabgeordneter des Deutschen Kaiserreichs. Plakette vom Grabmal, 1903

Skórzewski, Leon Fryderyk Walenty hrabia Drogosław (Leo Graf von Skórzewski, Leo Graf Skorzewski, Leo von Skorzewski, Leon Graf-Comte Skorzewski), 1871-74, 1877/78, 1881-87 Mitglied des Reichstags des Deutschen Kaiserreichs. *28.6.1845 Posen, †2.3.1903 Lubostron/Lubostroń bei Labischin/Łabiszyn, Kreis Znin/Żnin, Herrschaftsbesitzer. Nach dem Abitur auf dem Maria-Magdalena-Gymnasium in Posen studierte er Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Berlin. Herrschaftsbesitzer auf Schloss Lubostron bei Labischin, Besitzer der Herrschaft Labischin sowie der Güter Oporowo, Zalachowo, Smerzyn, Pszczolczyn/Pszczółczyn, Karpie, Klodzin/Kłodzin, Zamosc/Zamość, Smogorzewo, Oporówko und Nowiny im Kreis Żnin mit einer Gesamtfläche von 49.700 Morgen. Bedeutender Sammler von Gemälden (französische Impressionisten), Münzen und Antiken, Besitzer einer umfangreichen Bibliothek. Im März 1871, im Januar 1877, im Oktober 1881 und im Oktober 1884 wurde er im Wahlkreis Wirsitz-Schubin/Wyrzysk-Szubin mit Wahlergebnissen zwischen 50,8% und 52,66% in die polnische Fraktion des Deutschen Reichstags gewählt. 1872 Mitgründer der Towarzystwo Oświaty Ludowej/Gesellschaft für Volksbildung, die Bildung in der polnischen Sprache propagierte, polnische Bücher und Zeitschriften zur Verfügung stellte und Bibliotheken aufbaute. 1881-1902 Mitglied der Towarzystwo Naukowe w Toruniu/Wissenschaftlichen Gesellschaft in Thorn, die die Förderung der polnischen Wissenschaft und Kultur sowie die Erforschung der polnischen Geschichte von Thorn zum Ziel hatte und 1881/82 in Thorn ein Museum für die polnische Geschichte der Region errichtete. Mitglied der Historisch-Literarischen Gesellschaft in Paris. Bild: Plakette vom Grabmal, 1903, http://palukitv.pl

Literatur:

Deutscher Parlaments-Almanach, Ausg. 9, Leipzig 1871, 262; Ausg. 12, Leipzig 1877, 230f., Ausg. 14, Leipzig 1881, 222; Ausg. 15, Leipzig 1884, 222; J. Perthes (Hrsg.): Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, 52. Jg., Gotha 1879, 853; A. Kotowski: Zwischen Staatsräson und Vaterlandsliebe, Düsseldorf 2007, 99.

Online:

http://zhsf.gesis.org, Parlamentarierportal, BIORAB Kaiserreich online
http://www.reichstag-abgeordnetendatenbank.de/
http://www.sejm-wielki.pl
Pałac Lubostroń, http://www.palac-lubostron.pl/
http://palukitv.pl/teksty/karty-kultury/2933-gdzie-naprawde-spoczywa-le…


A. Feuß